Starke innere Überzeugungen aufbauen

Glaubenssätze ändern

Glaubenssätze ändern

Wir sind uns wohl jetzt schon in einem einig: Wenn wir uns selbst besser verkaufen und unsere persönliche Performance weiter entwickeln wollen, dann brauchen wir dafür ein geballtes Maß an Wirkung: Überzeugung und Überzeugungskraft. Worin liegt der Unterschied? Das eine bedingt das andere; im ersten Begriff liegt der Ursprung, im zweiten die Wirkung, das erfolgreiche Ergebnis nach außen. Persönlich von etwas überzeugt zu sein hat mit Ihrem Herzen, Ihren grundlegenden Werten, Ihrem Charakter und natürlich Ihrem persönlichen Weltbild zu tun. Manchmal entspringt es auch einfach dem reinen Sachverstand.

Wenn Sie von irgendetwas wirklich überzeugt sind, dann zeigen Sie dadurch sehr deutlich, was Ihnen im Leben wichtig ist, wofür Sie sich einsetzen und woran Sie glauben. Das ist schön und gut. Nun gibt es viele Menschen, die wohl fest an irgendetwas glauben und noch lange nichts dafür tun. Sie setzen ihre Überzeugung nicht in die Praxis um. Schade, denn nichts passiert! Nehmen wir ganz alltägliche Beispiele: Wie viele Menschen sind überzeugt, dass unsere Natur für alle lebenswichtig ist, Politik viel effektiver, konkreter und ehrlicher sein müsste und mehr Menschen in Lohn und Brot stehen könnten. Doch was tun sie ganz persönlich dafür?

Erst wenn wir andere Menschen für unser Anliegen gewinnen und sie zum Handeln bewegen, schaffen wir für uns und andere einen Nutzen, einen Gewinn und echten Mehrwert. Das ist dann das Ergebnis persönlicher Überzeugungskraft. Sie ist von innen nach außen gerichtet, entfesselt unsere Gedanken, lässt unsere Überzeugung zur greifbaren Realität werden. Echte Überzeugungskraft setzt gewaltige Energien frei, bestimmt durch die Größe des Ziels oder die Stärke des Glaubens und die Intensität, mit der Sie es beziehungsweise ihn gegenüber anderen zur Geltung bringen. Hier werden wir uns mit den Grundlagen persönlicher Überzeugung beschäftigen und in Schritt 5 dann mit Überzeugungskraft. Zunächst 3 entscheidende Fragen:

1. Was bedeutet für Sie innere Überzeugung?

Haben Sie sich überhaupt schon einmal diese Frage gestellt? Was unterscheidet Überzeugung von ganz allgemeinen Meinungen und Ansichten? Mein Tipp: Denken Sie dabei besonders an das, woran Sie schon lange Zeit glauben Bitte geben Sie jetzt Ihre ganz persönliche Definition ab.

Überzeugung bedeutet für mich:

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Fiel es Ihnen leicht, oder hatten Sie eher Schwierigkeiten, sich festzulegen? So oder so, Hauptsache ist, dass Sie sich dazu Ihre eigenen Gedanken gemacht haben, denn die volle Wirkung dieses Buches entfaltet sich nur dann, wenn Sie das Lesen immer wieder mit eigenständigem Denken, Entscheiden und Handeln kombinieren.

2. Welches sind Ihre größten persönlichen Glaubenssätze?

Nennen Sie sie nun. Wichtig ist, dass es sich wirklich um Ihre Überzeugungen handelt und nicht nur um allgemein postulierte Meinungen, denn sie entscheiden Ihr ganzes Leben. Mein Tipp: Schreiben Sie zunächst einmal auf ein separates Blatt, welche Gedanken Ihnen dazu spontan durch den Kopf gehen. Dann sortieren Sie diese Punkte nach Wichtigkeit oder Intensität und entscheiden sich dann für die drei Aspekte, an die Sie besonders stark oder schon sehr lange glauben.

Meine drei größten inneren Glaubenssätze  sind:

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  2. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
  3. _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Jetzt noch eine wichtige Zusatzfrage: Haben wir die Möglichkeit zu überprüfen, wie es um unsere Überzeugung bestellt ist, das heißt, wie wichtig sie uns wirklich ist? Ja, denn echte innere Überzeugung ist frei von schnellem Meinungswechsel und sich veränderndem Zeitgeist, ist eigen- statt fremdgesteuert, und Sie setzen sich intensiv dafür ein. Alles andere sind oberflächliche, unüberlegte Wünsche, mit denen es sich verhält wie mit Aktienkursen an der Börse: Kurswechsel sind an der Tagesordnung. Die Glaubhaftigkeit und die Intensität Ihrer Überzeugung spiegelt sich immer auch direkt im Einsatz wider, den Sie dafür einzubringen beziehungsweise zu leisten bereit sind. Fragen Sie sich, ob Sie genauso eindeutig zu Ihren Überzeugungen stehen, sich mit derselben Energie beziehungsweise Konsequenz dafür einsetzen und sie weiter im vollsten „Brustton der Überzeugung“ vertreten würden, wenn Ihnen die Basis, jede bisherige Voraussetzung, entzogen würde. Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie wollen sich selbständig machen. Sie schätzen Ihre Fachkompetenz als hoch ein und wissen sehr genau, was Sie anbieten wollen. Sie sehen eine glorreiche, erfolgreiche Zukunft direkt vor sich. Und nun fragen Sie sich bitte: Wie, seit wann und wie konstant stehen Sie für diese Überzeugung? Was wären Sie bereit, dafür zu leisten – welchen Mehreinsatz an Zeit, Energie und Nerven? Welche Entsagungen können Sie sich vorstellen – könnten Sie sich damit anfreunden, für eine längere Zeit auf sichere Einnahmequellen, schöne Urlaube, Restaurantbesuche etc. teilweise oder sogar ganz zu verzichten? Würden Sie auch dann den Sprung in die Selbständigkeit wagen, wenn Sie in diesem Augenblick einen tollen Job oder eine große Gehaltserhöhung angeboten bekämen? Und zum Schluss: Würden Sie für Ihren großen Traum so weit gehen, all Ihre Ersparnisse einzusetzen oder sogar Ihre vorhandenen Besitztümer zu beleihen? Zugegeben, ein wirklich erschreckendes Szenario. Und doch werden Sie alle Fragen eindeutig mit Ja beantworten, wenn die Selbständigkeit Ihre echte Überzeugung ist – mit allen Konsequenzen. Für viele ist sie ein wunderbarer Traum von einem Leben im Überfluss, mit hohem Einkommen, freier Zeiteinteilung und völliger Unabhängigkeit. Die negativen Aspekte, den notwendigen Verzicht und die sehr hohen persönlichen Anforderungen, sehen sie nicht – und sobald ihnen diese andere Seite klar wird, fallen sie um und geben auf.

3. Wie erleben Sie Ihre innere Überzeugung?

Die dritte Frage ist die vielleicht ungewöhnlichste und zugleich spannendste: Woher wissen, wie bemerken und woran erkennen Sie überhaupt, dass Sie von einer Sache überzeugt sind? Wie äußert es sich bei Ihnen, wenn Sie etwas unbedingt wollen? Auch wenn Sie sich jetzt vielleicht fragen, was das denn soll: Beantworten Sie in Ruhe die folgenden Fragen. Wenn Sie von etwas überzeugt sind: Wie erleben Sie diesen Moment? Mein Tipp: Überlegen Sie sich, was Sie in dem Moment der Überzeugung beziehungsweise in Gedanken daran empfinden. Was geht in Ihnen vor? Freuen Sie sich, empfinden Sie ein Gefühl der Freiheit, Stärke und Zuversicht? Sehen oder hören Sie etwas, das mit der Überzeugung einhergeht? Hat es nur mit Ihnen oder auch mit anderen Menschen und mit Orten zu tun? Welche dieser Eindrücke und Empfindungen sind die stärksten?

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Bitte vergleichen Sie nun Ihre drei größten Überzeugungen: Welche Gemeinsamkeiten entdecken Sie? Mein Tipp: Wenn es sich bei Ihren drei Ansichten wirklich um tiefe und starke Überzeugungen handelt, dann werden Sie auch einige Parallelen entdecken. Welche sind es? Welche inneren Prozesse setzt bei Ihnen eine Überzeugung voraus? Diese Prozesse sind höchst individuell und unter anderem abhängig davon, welcher Sinnestyp Sie sind. Gemeint ist, ob Sie die Welt bevorzugt empfinden, sehen oder hören. Dementsprechend erleben Sie alles, auch die Momente der Überzeugung, in Ihrem bevorzugten Sinneskanal. Sind Sie zum Beispiel eher der gefühlsorientierte Mensch, dann verbinden Sie mit allen drei Fällen starke Empfindungen. Sind Sie stark visuell ausgerichtet, sehen Sie große, prächtige und überzeugende Bilder. Und als Mensch, dessen bevorzugtes Sinnessystem das Hören ist, nehmen Sie vielleicht Klänge, Geräusche oder Stimmen wahr.

Was Geht bei Ihnen mit Ihrer starken Überzeugung einher?

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Nehmen Sie jetzt Ihre stärkste persönliche Überzeugung: Was unterscheidet sie im einzelnen von den anderen? Mein Tipp: Hier geht es um manchmal deutliche, meist allerdings kleine, feine Unterschiede. So kann es zum Beispiel sein, dass Ihr Blut noch mehr in Wallung gerät, wenn Sie an Ihre größte Überzeugung denken. Oder Sie sehen riesige, farbenprächtige Bilder, die beim Gedanken an Ihre anderen Überzeugungen kleiner ausfallen. Vielleicht sind Sie mitten in der Situation, während Sie sich sonst eher von außen erleben. Oder Sie gehen unruhig auf und ab, während Sie sonst ruhig sitzen bleiben.

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Finden Sie die Unterschiede bitte ganz genau heraus! Denn dann haben Sie die Möglichkeit, die Macht und die Kraft Ihrer stärksten Überzeugung auf andere zu übertragen. Sie können mit diesen feinen Mustern sogar neue Überzeugungen aufbauen und stärken. Ahnen Sie, welch ungeheure Möglichkeiten und Chancen da vor Ihnen liegen? Machen wir doch gleich einen ersten Test: Was passiert in und mit Ihnen, wenn Sie die besonderen Empfindungen Ihrer absolut stärksten Überzeugung auf eine andere anwenden? Machen Sie die Bilder genauso groß und farbenprächtig, die Klänge beziehungsweise Stimmen ebenso anziehend und attraktiv, Ihre inneren Gefühle vergleichbar intensiv.

Wenn Sie dies lange, oft und intensiv genug tun, dann werden Sie aus dieser bislang eher unbedeutenden Ansicht schon bald eine Ihrer starken Überzeugungen machen. Warum reden wir hier wohl so ausführlich über Ihre Überzeugungen? Damit Sie diese noch besser kennen, steuern und nutzen lernen. Um unser großes Ziel zu erreichen: ein Optimum an persönlicher Überzeugungskraft! Wenn Sie diese, stets nach außen und auf andere gerichtete Kraft wirklich maximal entfesseln wollen, dann müssen Sie selbst absolut und zutiefst von Ihren Ideen, Leistungen und Zielen überzeugt sein! Sie wissen jetzt, dass Sie darauf großen Einfluss haben. Probieren Sie es aus.

So wird aus Zielen persönliche Überzeugung

Echte Überzeugung entsteht immer vor, nicht erst in einer Situation. Beachten Sie die folgenden Tipps, dann ist Ihnen schon im nächsten Gespräch mehr Erfolg garantiert.

15 Tipps: So überzeugen Sie (sich selbst) schon im Vorfeld:

  1. Überlegen Sie ganz genau: Worum geht es Ihnen im Kern?
  2. Legen Sie sich fest: Was beziehungsweise welches Ziel wollen Sie erreichen?
  3. Welchen Nutzen oder Vorteil bieten Sie Ihrem Gegenüber?
  4. Präzisieren Sie: Können Sie Ihr Ziel in drei Worten darstellen?
  5. Vergleichen Sie: Was ist neu, anders oder besonders?
  6. Konzentrieren Sie sich: auf drei Highlights, die überzeugen
  7. Fragen Sie sich: Würden Sie selbst Ihren Vorschlag/Ihre Idee kaufen?
  8. Denken Sie vor: Warum sollte Ihr Gegenüber anbeißen?
  9. Fixieren Sie: Wie wollen Sie in das Gespräch einsteigen?
  10. Strategie festlegen: Wie werden Sie im Gespräch vorgehen?
  11. Erfahrungen abschätzen: Wie könnte Ihr Gegenüber reagieren?
  12. Vorteile suchen: Welche Vorlieben spricht Ihr Vorschlag an?
  13. Fit für Schwierigkeiten: Befürchten Sie diese, sind Sie vorbereitet?
  14. Für Notfälle: Wie ist Ihr „Plan B“, wenn nichts klappt? Was tun Sie, wenn Ihr Gegenüber nein sagt?
  15. Zusammenfassen: – Wie könnte das Gespräch starten/verlaufen? – Wie könnte das Gesprächsende aussehen? – Was konkret tun Sie beziehungsweise passiert danach?

Den Workshop zum Thema gibt es im Buch „So verkaufen Sie sich richtig gut“

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